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Nach acht monatiger Restauration und Neulackierung kam am Donnerstag den 28 Juni der Tag der Bewährung für unser Automobil. Doch nicht nur der alte Buick von 1914 wurde gefordert, pro Tag mussten 20 Sonderaufgaben erfüllt werden z.B. bei Boris Becker in Stralsund, wo eine Anzahl Tennisbälle geraten werden mussten, die der Star im Kofferraum eines seiner Autos verstaut hatte: Wie viele Tennisbälle passen in einen 180er Mercedes der C-Klasse?
Welches Gewicht hat der Buick auf der Vorderachse inklusive Fahrer und Beifahrer? Fragen über automobile Technik trennten schnell Schrauber von Herrenfahrern. Drei Tage fuhren 102 Oldtimer im Sonnenschein über Stock und Stein der Insel Rügen und dem Darß. Schöne Landschaften, geteerte Alleen, Reed gedeckte Häuser, dazwischen Binnenseen und Ostseestrand.Wir lieferten uns mit dem „Rasenden Roland“ (Dampfzug) ein Wettrennen und grüßten uns per Dampfpfeifen. Doch alte DDR Pflasterstrassen in den Dörfern der Insel Rügen ließen keine höheren Geschwindigkeiten als 10 km/h zu. Ein Fahrzeug fuhr schneller und riß sich den Motor ab, ein Dreirad Marke Goliath bekam genau wie wir einen Achsschaden, doch wir konnten die Rallye noch mit verölten Bremsen weiterfahren. Auf den letzten 30 km brach uns noch ein Bolzen am Ausrücklager der Kupplung, so dass wir quietschend und zähneknirschend ins Ziel kamen.
Natürlich überholten uns vorher noch viele Teilnehmer, aber aufgeben kam nicht in Frage.
Werner sagte grimmig: „Wir haben erst verloren wenn wir liegen bleiben oder es uns gesagt wird.“
Das Klingeln in den Ohren war noch stark vorhanden als wir für drei Kategorien zur Siegerehrung am Samstag in Strahlsund auf die Bühne des Staatstheaters Mecklenburg-Vorpommern gebeten wurden. Wer hätte das gedacht, dass wir neben einem 2. Platz um den Vredestein-Pokal auch Platz II im Gesamtklassement und einmal noch den dritten Platz errungen hatten.
Nun ist reparieren angesagt.
Roswitha
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